Mein Freund, der Ball!
 
 
 
Lange Zeit ist es her,
da spielte ich Fußball…“Knall auf Fall“!
Ich liebte den Sport schon immer,
war als kleines Mädchen dreist und
habe mich in die Jungenmannschaft eingeschleust.
Das war nicht schwer…mein Haarschnitt kurz,
der Körperbau mager und mein Verhalten wie ein Junge!
Wie ist ein Junge? Er spielt mit Autos, ist cool,
trägt Hosen und tritt gegen Dosen.
Ich zog mir also den grünen Sportdress an,
hatte einen Freund, der da „mitspielte“ im
Verkleidungswahn.
Der Ball an meinem Fuß ist bis heute wie ein Magnet
und es passen immer noch zweihundert Jonglierbälle ins „Paket“!
Ich überlege, warum mich die Phobie nicht loslässt,
sollte ich versuche den Test? Wieder spielen, schwitzen,
drängeln, Tore schießen und singen…all das wird mir
Glückshormone bringen und die Drillinge beschäftigen
sich indes mit anderen Dingen.
So renne ich aufs Tor zu, mache die Augen zu und schieße
den Ball mit Effet und Sympathie in den Kasten…und es geht
zu der Gegenmannschaft Lasten! Hindern kann sein, aber
das nehme ich schweigend hin, denn beim nächsten Mal
ist der Ball drin!
 
 
Autor: Engelsfeder                            im Januar 2008