Das Arztwartezimmer
 
 
Ich trete ein…sehe zwölf Stühle in dem Gewühle.
Die Luft ist schlecht, keine Lüftung…so ein Pech!
Ich suche mir einen Stuhl…am Fenster ist Gott sei
dank noch einer frei!
Meine Beine unruhig, meine Hände kalt…hab ich
Angst?…Halt! Viele Menschen im kleinen Kreis
bereiten mir viel Schweiß…ich laufe doch lieber
im Kreis und atme an der frischen Luft.
Hier im Wartezimmer ist es wie in einer Gruft!
Ich sehe hier kein Leben, nur trübe Gesichter,
die auf die Uhren schauen, in Zeitschriften blättern
oder rumspielen mit ihren Manschetten!
Der Ablauf ist hier geregelt. Patienten werden
aufgerufen und mit Diagnostik und Therapie
„verprügelt“!
Aber ich bleibe vorerst im Wartezimmer, lausche
und beobachte das „Geflimmer“. Ich spiele Schach
in meinen Gedanken und weise „schwarz“ in seine
Schranken!
Das Warten und das eingeschaltete Licht im
Zimmer mag ich nicht und auch die „weißen Kittel“
ignoriere ich lieber…bleibe mein eigener „Sieger“!
Augen zu und durch…hoffen auf das, was mich erlöst,
mich anstößt!
Es ist soweit! Ich höre den Aufruf meines Namens…
ich bin vom Wartezimmer befreit!
Das, was danach kommt ist eine andere Geschicht´!
Irgendwann lest auch Ihr sie…sicherlich!
 
 
Autor: Engelsfeder                           2008-02-08