Der nackte Polizist
 
 
 
Er ist so stolz,
trägt einen Hut,
putzt seine Schuhe gut.
Seine Uniform ist gebügelt,
die Schulterstücken verleihen
ihm „Flügel“.
Und ein Holster am Leibriemen
gefüllt mit einer Waffe,
macht ihn zum Sheriff „erster Klasse“!
Ungern zieht er sein „Kleid“ aus,
denn zivil wird er für andere zum „Klaus“.
Er ist angreifbar und verletzlich, sein Ruhm
der Uniform verdeckt sich und er selbst mag nicht!
Jetzt muss er marschieren,
kann nicht „regieren“ und fällt in einen Topf,
wo er nur ein Stück ist… vom „Kuchenzopf“.
Sein Herz ist warm, doch im Alltag ist er
zu „zahm“! Deshalb seine Maske…sein Schutz…
die Uniform, der Zubehör und natürlich
die „Zipfelmütze“, die verhindert das Treten
in eine „dreckige Pfütze“!
Könnte er doch selbstbewusster sein,
wenn er ist ohne Uniform…allein!
Die eingebildete Superkraft der Macht in
Polizistentracht kann er nicht auf sein
„nacktes Dasein“ übertragen…er braucht
dazu die Hilfe seiner Freunde,
die Mangelware sind, schwer zu erreichen
und schnell entweichen! So bleibt sein Verhalten
zurückhaltend unter seinesgleichen.
Was kann helfen?
Er sollte sich nicht „verstellen“… als Polizist!
Er bleibt auch so ein gut akzeptierter Mensch,
der seinen Lohn im Leben erhält und nicht
in den Topf von „Caspar Hauser“ fällt!
 
 
 
Autor: Engelsfeder           im Januar 2008